Britisch-Deutscher
Rally-Cross Verein Gütersloh (seit 1983)

Club Geschichte
1. Der
Gütersloher Rally Cross Club wurde 1983
durch die Royal Air Force ins Leben gerufen. Zu dieser Zeit war die Princess Royal
Kaserne ein aktiver Stützpunkt der Britischen Luftwaffe. Das
Ziel des Clubs war
es eine günstige aber sichere Form von Motorsport für
das in Deutschland
stationierte Personal einzuführen.
2. In 1993
verließ die Luftwaffe Gütersloh und
die Armee übernahm den Stützpunkt. Mit der Erlaubnis
des ersten
Standortkommandanten, Brigadier GA Ewer CBE, war es der Armee
möglich diesen
Sport weiterhin zu betreiben und auch für andere Personen
zugänglich zu machen.
3. Es hat sowohl
meine Vorgänger als auch die
Clubmitglieder sehr viel Arbeit gekostet den Sport auf eine
höhere Stufe zu
bringen und vor allem ein höheres Sicherheitsniveau im Umgang
mit den
Fahrzeugen, sowie für die Fahrzeuge selbst, zu erreichen. Der
Club ist sehr
Stolz auf eine Mitgliederzahl von 100 Personen von denen ca. 60 %
deutscher
Nationalität und ca. 40 % militärisches Personal
sind. Das Ziel des Clubs ist
es so lang wie möglich eine erschwingliche Form von Motorsport
für die
britische und deutsche Bevölkerung in und um
Gütersloh zu bieten. Durch
regelmäßige Rennen und wohltätige
Veranstaltungen, sowie das Sammeln von
Spenden für Behindertenschulen in England und Deutschland, hat
er die
Einheimischen und die britischen Militärangehörigen
zusammen gebracht. Der Club
ist offen für Jedermann der über 18 Jahre alt ist und
über eine gültige
Fahrerlaubnis verfügt.
Club Organisation
4. Die
Saison besteht aus 12 separate
Rennveranstaltungen, die, soweit wie Möglich, am Ende eines
Monats stattfinden.
Gefahren wird auf einer geteerten Strecke in der Princess Royal Kaserne
in
Gütersloh. Jeder Teilnehmer absolviert drei Rennen gegen die
Uhr von denen die
Beiden schnellsten Zeiten gewertet werden, um die Starter für
die Klassenfinale
zu ermitteln. Die Beiden schnellsten Fahrer aus dem Finale jeder Klasse
dürfen
dann am Superfinale teilnehmen. Außerdem finden Team Rennen
und ein
Ausdauerrennen statt. Die Siegerehrung findet zum Ende jeder
Veranstaltung
statt. Neben den Pokalen für die besten drei Fahrer jeder
Klasse gibt es auch
noch einige andere Trophäen die gewonnen werden
können. Die Punkte, die an
jedem Renntag erfahren werden können, werden über die
Saison hinweg addiert um
den Gesamtsieger zu ermitteln, der am Ende des Jahres auf der
Meisterschaftsfeier geehrt wird.
5. Wir hoffen, dass
sich der Club mit der
weiteren Unterstützung des Standortkommandanten zu der
größten aktiven
Gemeinschaft zwischen Briten und Deutschen in Gütersloh,
organisiert durch das
Militär, entwickeln wird.
Regeln dem
Britisch-Deutscher Rally Cross Verein Gütersloh
Einführung
6.
Kontrolle des
Rally Cross Club: Das Komitee
kontrolliert alle Regeln, Richtlinien und Veranstaltungen des
Gütersloher Rally
Cross Clubs.
7.
Das Club Komitee
besteht aus folgenden
Mitgliedern
a.
1. Vorsitzender -
Ein verantwortlicher,
aktiver Offizier eines Regiments des Gütersloher Standortes
b. 2.
Vorsitzender - Ein verantwortlicher oder ein
stellvertretender, aktiver Offizier oder Oberstabsfeldwebel ("deutsche
Übersetzung - ein Rang tiefer als ein Offizier") eines
Regiments des
Standortes.
c. Schatzmeister /
Kassenwart – Ein vertrauensvolles und
pflichtbewusstes Mitglied des Clubs.
d. Chef-Wagenüberprüfer
– Ein Mitglied mit entsprechender
Qualifikation und Kenntnis.
e. Mitglied
für die Öffentlichkeitsarbeit / Schriftführer
f. 1 Zeitnehmer
g.
6 weitere
Komiteemitglieder
h. Komiteemitglied
für Veranstaltungen (Feiern)
8. Das Komitee ist
verantwortlich für die Organisation jedes
Renntages und Clubtreffens, die Koordination der Jahreshauptversammlung
sowie
des Grand Prix Wochenendes und der Weihnachts- bzw.
Meisterschaftsfeier.
Weitere Clubmitglieder können für bestimmte Zwecke
oder Aufgaben ins Komitee
gewählt werden. Das Komitee ist darüber hinaus
verantwortlich für die
Einhaltung und Durchsetzung der Club Regeln und Richtlinien.
9. Das Komitee
trifft sich am Mittwoch vor jedem Rennen um
Sicherzustellen, dass alle Vorbereitungen für den anstehenden
Renntag getroffen
worden sind.
10.
Das Komitee ist
durch diese Regeln ermächtigt
jede Entscheidung zu treffen, die dem Wohl und dem Nutzen des Clubs
dient, egal
ob finanziell oder verwaltungstechnisch. Jede Entscheidung die das
Komitee trifft
wird den Mitgliedern auf der folgenden Rennveranstaltung mitgeteilt und
gilt
für alle Mitglieder als Verbindlich.
Club Regeln
und Vorschriften
11.
Renn Regeln: Die
Army Motorsport Gesellschaft
erkennt den Status des kostengünstigen / ökonomischen
Rally Cross nicht
offiziell an, dennoch entsprechen die Regeln des Gütersloher
Rally Cross Club
ganz dem Sinn und der Absicht dieser Regeln, die im „RAC Blue
Book“ beschrieben
sind und somit die Befugnisse der Organisation des Gütersloher
Rally Cross Clubs
begründen.
12.
Führerschein:
Jeder Teilnehmer muss im Besitz
eines gültigen, zivilen Führerscheins und einer
gültiger Mitgliedskarte sein.
13.
Sicherheit: Das
Club Komitee ist für die
Einhaltung der angemessenen Sicherheitsmaßnahmen, die vor
jedem Rennen in
Übereinstimmung mit den Ansprüchen der Versicherung
und der generellen
Sicherheit getroffen werden, verantwortlich.
14.
Versicherung: Der
Versicherungsschutz muss
vor jedem Treffen durch den Schatzmeister abgeschlossen werden. Sollte
eine
Forderung an den Club vorliegen, wird er die zuständigen
Behörden informieren
und dafür Sorge tragen, dass alle notwendigen Schritte
eingeleitet werden.
15.
Zugang: Da sich
der Gütersloher Rally Cross
Club auf dem Gelände der Princess Royal Kaserne trifft, ist es
notwendig, dass
alle beteiligten Fahrer und deren Helfer als Clubmitglieder registriert
sind.
Familienmitglieder die regelmäßig als Besucher an
den Rennen teilnehmen sind
ebenfalls zu registrieren um den Zugang zur Kaserne zu
ermöglichen. Der Zugang
zur Kaserne erfolgt durch das Haupttor und alle Mitglieder sind
aufgefordert
Ihre Clubausweise vorzuzeigen und Ihre Autos registrieren zu lassen.
16.
Beiträge:
Die Clubmitgliedschaft erfolgt
durch die Zahlung des Clubbeitrages in Höhe von 50
€ auf der Jahreshauptversammlung
oder beim ersten Rennen der Saison. Des weiter wird ein Startgeld in
Höhe von
50 € an jedem Renntag fällig, von dem die Fahrer 10
€ am Ende der Veranstaltung
zurück erhalten wenn Sie die Strecke mit auf- und abgebaut
haben. Diese Beiträge
werden erhoben um den Club, die Veranstaltungen und die Pokale zu
finanzieren.
Die Höhe dieser Beiträge wird auf der
Jahreshauptversammlung, die normalerweise
im Januar eines jeden Jahres stattfindet, festgelegt.
17.
Zuschauer:
Zuschauer sind herzlich
willkommen. Im Interesse der Sicherheit, ist der Eintritt
überwacht und jedes
noch so kleine Problem, sollte umgehend dem OIC (1. Vorsitzenden)
gemeldet
werden. Zuschauer sollten möglichst keine Tiere mitbringen und
Kinder müssen
jederzeit unter der Obhut eines Erwachsenen stehen. Da die Rennen
innerhalb
einer Einrichtung des Britischen Militärs stattfinden, kann
der freie Eintritt
nicht vorausgesetzt werden. Daher ist es erforderlich, dass
alle
regelmäßigen Zuschauer, die keinen gültigen
„MOD 90“ oder anderen anerkannten
Militär Ausweis für die Kaserne besitzen, einen
gültigen Club Ausweis besitzen.
Leider muss für die Ausstellung dieses Ausweises eine
Aufwands- und
Verwaltungsgebühr in Höhe von 10 Euro pro Jahr
erhoben werden. Zuschauer die
nur einmalig ein Rennen besuchen möchten, müssen
durch ein Clubmitglied
begleitet werden um Zugang zur Kaserne zu erhalten.
18.
Alkohol: Alkohol
jeglicher Art ist an jedem
Rennen verboten. Jeder Fahrer oder Zuschauer, der Alkohol zu sich
nimmt, muss
unverzüglich das Rennen verlassen. Sollte sich dies bei einem
weiteren Rennen
wiederholen, bekommt er eine Sperre von mindestens 12 Monaten..
19.
Aufräumarbeiten:
Alle Teilnehmer müssen ihre
Autos und ihren Müll zum Ende des Rennens entfernen. Vor der
Pokalvergabe wird
dieses überprüft.
20.
Gesamtmeister: Der
Gütersloher Rally Cross
Gesamt-Meister wird an dem Ende des Rennjahres entschieden.
Gesamtmeister ist
der Fahrer mit der höchsten Gesamtpunktzahl, addiert aus den
Punkten aller
gefahrenen Rennen.
21.
Pokale an jedem
Renntag: Folgende
Pokale werden am Ende jeder Rennveranstaltung verliehen:
a. Die
schnellsten drei Fahrer aus jeder Klasse
b. Die
schnellsten zwei Fahrerinnen aus der Ladys Klasse (sollten
sich ausreichend weibliche Fahrer am Anfang der Saison gemeldet haben)
c. Der
Gewinner aus dem Superfinale
d. Das
schnellste Team aus dem Teamrennen
e. Der
schnellste aus jeder Klasse im Ausdauer Rennen
f. Der
schnellste Militärfahrer aus jeder Klasse
22.Meisterschaftspunkte
System:
a. Punkte werden
nach jedem Renntag folgendermaßen verteilt:
1.
20 Punkte
2.
17 Punkte
3.
15 Punkte
4.
13 Punkte
5.
11 Punkte
6.
10 Punkte
7.
9 Punkte
8.
8 Punkte
9.
7 Punkte
10.
6 Punkte
zusätzlich
gibt es noch Bonuspunkte für die Klassen-Finale:
1.
3 Punkte
2.
2 Punkte
3.
1 Punkt
b.
Nur 7 der 12 Meisterschafts-Rennen werden zur
Gesamtmeisterschaft
gewertet. Sollte ein Teilnehmer an mehr als 7 Rennenteilnehmen werden
die
niedrigsten Rennergebnisse nicht gezählt.
23.
Damenmeisterschaft:
Es gilt
dasselbe System wie in den Paragraphen 20 bis 22
beschrieben., sollten genug Frauen vorhanden sein. Wenn dies nicht
zutrifft, fahren die
Damen in dem gleichen Punktesystem mit den Herren mit.
Rennklassen
- Klasseneinteilung:
Die Klassen innerhalb des Rally Cross Clubs unterscheiden sich wie
folgt:
(1)
Klasse A - Motoren bis 60 PS.
(2)
Klasse B - Motoren von 61 PS - 90 PS
(3)
Klasse C - Motoren von 91 PS - 120 PS
(4)
Klasse D - Motoren von 121 PS und
höher
Wird bei einem
Auto
festgestellt, dass der Motor auf irgendeine Weise verändert
wurde, wird das
Fahrzeug automatisch vom Rennen ausgeschlossen.
Abnahme
26.
Überprüfung/Abnahme:
Alle
Autos müssen am Morgen des Renntages der Abnahme, bis
spätestens 8.55 Uhr, vorgestellt
werden. Diese soll sicherstellen, dass alle Fahrzeuge dem
Sicherheitsstandard
und den korrekten Regeln entsprechen. Zusätzliche Abnahme:
Jedes Fahrzeug das
sich während des Rennens überschlägt oder in
mehr als einen geringen Unfall
(festgelegt durch den Streckenchef) verwickelt wird muss sich einer
weiteren Abnahme
unterziehen lassen bevor es wieder am Rennen teilnehmen darf, um
sicherzustellen das es sicher genug ist um weiter fahren zu
können.
Anmeldung
und Ablauf einer Rennveranstaltung
27.
Teilnahme mit 2 Autos:
Jeder Fahrer darf nur mit einem Fahrzeug starten um Punkte für
die
Meisterschaft zu sammeln. Ein zweiter Wagen kann nur gegen eine
Gebühr von 10 Euro
teilnehmen und der Fahrer kann keine weiteren Punkte für die
Meisterschaft
damit einfahren.
28.
Vorläufe: Während des
Renntages hat jedes Auto 3 Rennen auf Zeit zu fahren, wobei jedes
Rennen 5
Runden hat, es sei denn es wird am Renntag anders bekannt gegeben. Die
beiden
schnellsten Rennen werden zusammen gerechnet um die Startpositionen
für die
Klassenfinale zu ermitteln. Jedes Fahrzeug muss bis zur Mittagspause
mindestens
zwei Zeitrennen absolviert haben.
29.
Team-Rennen: Die Teams
bestehen aus zwei Wagen irgendeiner Klasse. Gewinner ist das Team, mit
der
kürzesten Gesamtzeit. Alle Team-Rennen gehen gegen die Zeit.
Bei gleichen
Zeiten ist die Zeit des schnellsten Wagens entscheidend für
die Platzierung.
Kein Team darf mit nur einem Wagen starten und beide Wagen
müssen das Ziel
erreichen um eine Platzierung zu erreichen. Team Rennen zählen
nicht für die
Meisterschaft.
30. Boxen
Sicherheit: Sicherheit ist von entscheidender Bedeutung um die
Teilnehmer und die Zuschauer vor Verletzungen zu schützen. In
der Boxengasse
ist eine Höchstgeschwindigkeit von 5 km/h einzuhalten. Jeder
Fahrer der sich,
der Meinung des Veranstalters oder der Clubmitglieder nach, nicht daran
hält,
oder Zuschauer / Teilnehmer auf andere Art in Gefahr bringt, wird von
der
Rennveranstaltung ausgeschlossen. Den Anordnungen und Hinweisen von
Streckenposten und andern Offiziellen ist jederzeit Folge zu leisten.
31.
Fahrerunterweisungen/-Besprechung:
Vor jeder Rennveranstaltung findet eine Fahrerbesprechung und eine
separate
Unterweisung der Streckenposten statt.
32.
Streckenposten:
Streckenposten werden an verschiedenen Punkt um die Strecke postiert um
von
dort aus jederzeit alles im Auge behalten zu können.
33.
Renn Signale: Der
Streckenposten wird, wenn erforderlich, die folgenden Signale mittels
einer
Flagge anzeigen:
a.
Rote Flagge: Teilnehmer
müssen das Rennen sofort
beenden und langsam, mit maximaler Aufmerksamkeit, zur Startlinie
zurückfahren.
Sie müssen alle Anweisungen des Streckenpostens befolgen und
bereit sein
unverzüglich anzuhalten, sollte die Strecke blockiert sein.
b.
Gelbe Flagge: Gefahr!
Langsam fahren! Nicht Überholen
und jederzeit bereit sein anzuhalten.
c.
Gelb und Rote Flagge gekreuzt:
Ein Krankenwagen wird
auf der Strecke benötigt. Teilnehmer müssen das
Rennen unterbrechen und an die
Seite fahren. Weitere Anweisungen durch die Streckenposten sind
abzuwarten.
d.
Schwarze Flagge: Der Fahrer
muss innerhalb der
nächsten Runde die Strecke verlassen und in die Boxengasse
zurückkehren und
sich dann beim Streckenchef melden. Wenn der Fahrer die schwarze Flagge
ignoriert wird er für den Rest der Veranstaltung gesperrt und
erhält keine
Punkte.
e.
Schwarz-weiß karierte Flagge:
Ende des Rennens.
34.
Startprozedur: Die Autos
werden vom „Starter“ nach vorne an die Startlinie
gerufen. Der Starter überprüft
ob alle Fahrer angeschnallt sind, Helme tragen und die Kinnriemen
geschlossen
sind, ob die Schutzbrillen richtig sitzen bzw. die Visiere geschlossen
sind.
Der Starter muss sich auch vergewissern, ob die Fahrer wissen, wie
viele Runden
sie zu fahren haben. Wenn die Strecke frei ist, gibt der Zeitnehmer dem
Starter
das "O.K." und dieser startet das Rennen.
35.
Rennregeln: Rennsport ist
kein Kontaktsport! Konsequenzen:
a.
Absichtlicher Kontakt mit anderen Fahrern,
z.B. vermeidbares
Rammen, wird die Konsequenz einer Sperre (schwarze Flagge) für
den Schuldigen
haben. Jeder Fahrer und Streckenposten kann dem Streckenchef den
Vorfall
schildern. Der Streckenchef trifft dann eine Entscheidung, diese
Entscheidung
ist endgültig.
b.
Wenn sich bei einem Fahrzeug eine
Tür, die Motorhaube oder
der Kofferraumdeckel öffnet, muss dieses Fahrzeug die Strecke
sofort verlassen.
Sollte der Fahrer des Fahrzeuges dieses versäumen wird ihm die
schwarze Flagge
gezeigt.
c.
Unsportliches Verhalten wird mit dem
Ausschluss von dem
Rennen bestraft. Wiederholtes unsportliches Verhalten wird dem Fahrer
eine
Disqualifikation für die gesamte Rennveranstaltung einbringen.
d.
Fehlstart bzw. Frühstart wird durch
10 sec Strafzeit bestraft,
während der Klassenfinale oder dem Superfinales wird dies mit
einer
schlechteren Platzierung bestraft (z.B. statt Platz 5 nur
Platz 6).
e.
Jedes Fahrzeug das absichtlich den Kurs
verlässt (z. B. zum
abkürzen) wird mit Ausschluss bestraft. Wenn ein Fahrzeug aus
dem Kurs
schleudert, wird es nicht bestraft, vorausgesetzt das es auf dem
kürzesten Weg
die Strecke wieder befährt, ohne dabei andere Fahrer in Gefahr
zu bringen oder
zu behindern. Jeder Fahrer der vorsätzlich den Kurs
verlässt und damit gefährliche
Ausweichmanöver eines anderen Fahrzeuges verursacht wird vom
Rennen
ausgeschlossen und dem Streckenchef wegen gefährlichem Fahren
gemeldet.
f.
Sollte ein Fahrzeug den Kurs verlassen oder
eine Panne
haben, bei der er die Hilfe von Zuschauern benötigt um weiter
zu fahren, wird
vom Rennen ausgeschlossen und muss zurück in die
Boxengasse ohne dabei
andere Fahrer zu behindern.
g.
Sollte ein Fahrer an einem Rennen teilnehmen
in dem sich ein
Fahrzeug überschlägt, müssen alle anderen
Fahrer das Rennen sofort abbrechen
und langsam zur Startlinie zurückkehren. Das Rennen wird neu
gestartet. Das
Fahrzeug das sich überschlafen hat muss anschließend
zu einer erneuten Abnahme,
bevor es wieder zum Rennen zugelassen wird. Sollte dieser Wagen sich
durch
einen Fahrfehler überschlagen haben und kein anderer Wagen ihn
berührt haben,
darf er das Rennen nicht wiederholen.
h.
Jeder Teilnehmer der durch Unachtsamkeit oder
zu schnelles
Fahren die Bahn blockiert, darf am Neustart nicht teilnehmen. Der
Streckenchef
muss sehr streng bei diesen Regeln sein.
Merke: Keine
Punktevergabe bei Missachtung des
Paragraphen 35 a-h.
36.
Zielprozess: Nach dem
Rennen, wenn alle Fahrer ihre Runden beendet haben, was im Ziel durch
die
schwarz-weiß karierten Flagge signalisiert wird,
müssen sich alle Fahrer, auf
der angegebene Route zurück in die Boxengasse begeben. Alle
Fahrzeuge müssen
die Rennstrecke schnellstmöglich verlassen bzw.
schnellstmöglich von der
Strecke entfernt werden.
37.
Startvoraussetzung: Kein Rennen darf stattfinden ohne das sich die
Streckenposten und die Rettungsfahrzeuge auf ihren Positionen befinden.
Konstruktionsregeln
/ Regeln zum technischen Aufbau
38.
Alle Fahrzeuge müssen einen
modifizierten, dem Standard entsprechende, original Karosserie eines
geschlossenen PKW Typs sein. (Keine offenen oder speziellen LKW oder
Auto mit Cabrio
verdecke). Alle Karosserieteile müssen am Auto, wie bei der
Herstellung,
angebracht sein, z.B. Kofferraumdeckel, Motorhauben, Türen,
Kotflügel und
Stoßstangen. Glasschiebedächer müssen
entfernt und mit einer Blechplatte
abgedeckt werden, die mindestens der Karosseriedicke entspricht.
39.
Karosserie und Motor
müssen zusammen gehören (Ford Escort 1 muss Ford
Escort 1 Motor haben).
Fahrzeuge die aus mehreren Komponenten, von verschiedenen Modellen/
Herstellern, bestehen, sind nicht erlaubt. Falls Verdacht besteht,
werden die
Fahrzeugpapiere kontrolliert.
40.
Karosserien dürfen
verstärkt werden, egal wie, solange diese
Verstärkungen nicht über die
Karosserie hinausragen.
41.
Nur Zwei-Rad betriebene
Fahrzeuge sind erlaubt. (Kein Allrad)
42.
Anhängerkupplungen muss
soweit abgebaut werden, dass sie nicht mehr über die
Stoßstange hinausgeht.
43.
Räder dürfen breiter als
normal sein, müssen aber einen original Durchmesser haben. Die
Reifen müssen
funktionsfähig sein, ohne Risse und Beulen/Wülste,
beim Profil muss es sich um
eine klar zu erkennende Sorte von normalen Straßenreifen oder
Winterreifen
handeln. Spurverbreiterung ist nicht erlaubt.
44.
Es sind keine Rennreifen,
Slicks oder Sand(bahn)reifen erlaubt! M + S Bereifung ist erlaubt. Die
Reifen
müssen bei jedem Händler leicht zu beschaffen und von
Anfang an als normaler
Straßenreifen entwickelt und zugelassen sein.
45.
Motoren dürfen keinesfalls
modifiziert sein. Zylinderköpfe, Krümmer und Vergaser
müssen Standard bleiben.
46.
Getriebe. Erlaubt sind nur
serienmäßige Getriebe, die im Original in dem
entsprechenden Fahrzeugtyp
eingebaut worden sind. Der Einbau von modifizierten Getrieben, von
Renngetrieben oder von gesperrten Getrieben (wenn nicht
serienmäßig) ist
verboten und wird durch Disqualifikation bestraft.
47.
Renn-
bzw. Startnummern
müssen, gut lesbar, senkrecht am Dach des Wagens platziert
sein
und mindestens
15 cm hoch sein und auf beiden Seiten vorhanden sein.
Außerdem müssen sie sich am Ende
des Autos
befinden.
48.
Die Fahrzeuge müssen in
einem eleganten und professionellen Standard sein. Teamfarben sind
willkommen
und Beschriftungen sind so ordentlich wie möglich zu machen.
Fahrzeuge die mit Schimpfwörtern beschriftet
sind dürfen nicht am Rennen teilnehmen.
49.
Alle Lampen, alles Glas
(mit Ausnahme der Windschutzscheibe) und die Innenausstattung
müssen entfernt
werden. Das Armaturenbrett kann vorhanden bleiben. Der Fahrersitz muss
extra
gesichert sein.
50.
Seitenfenstersicherung auf der Fahrerseite muss vorhanden sein und im
Falle eines Unfalls von Außen ohne Probleme zu entfernen
sein. Die
Seitenscheibe kann aus Plexiglas, einem Netz oder einem Gitter
bestehen. Die
Original Halterung darf verwendet werden, das Fenster muss aber
während der
Fahrt geschlossen sein.
51. Ein
kompletter/ganzer Überrollkäfig muss nach richtiger
Konstruktion
im/am Wagen angebracht sein. Er muss aus einem stabilen Material sein,
das auch
bei einem Überschlag nicht nachgibt. Das Material muss ein
Minimum von 4 cm
Durchmesser bei Rohr Form, oder 4 x 4 cm Durchmesser bei Profilen
haben.
Straßenausführung und leichte Metalllegierung in
Rohr Form sind verboten. Der
Hauptbügel muss so nah wie möglich an der hinteren
Seite des Fahrersitzes
eingebaut werden und darf nicht zusammen geschraubt sein, z.B. 3
zusammengeschweißte Sektionen oder eine ganze Sektion. Der
Hauptbügel muss der
Autobreite entsprechen. Die beiden hinteren Stangen vom Käfig
müssen mit dem
Fahrgestell fest verschraubt sein. Sollten diese auch oben am
Bügel
angeschraubt sein, dann muss dies dem FIA Standard für
Überrollkäfige
entsprechen und entsprechende Verbindungen verwendet werden. Die
Käfigschrauben
müssen mindestens ein 10 mm starkes Gewinde haben. An der
Fahrertür muss eine
Stange, die den Fahrer bei einem Seitenaufprall schützt
angebracht sein. Diese
muss sich ordnungsgemäß außerhalb des
Käfigs befinden. Verbreitungsplatten
müssen an beiden Seiten des Fahrgestells, an dem der
Überrollkäfig eintritt,
angebracht sein. Alle Stangen vor dem Hauptbügel,
dürfen den Fahrer in seinen
Bewegungen nicht behindern. Stangen die vom Fahrer berührt
werden müssen
gepolstert sein. Das Fahrgestell muss an allen Stellen, an denen der
Käfig
eingeschraubt ist, stabil genug sein um einen Überschlag zu
überstehen. Sollten
zu diesem Thema Unklarheiten bestehen steht der
Chef-Wagenprüfer jederzeit für
Rückfragen zur Verfügung.
52.
Der Gesichtsschutz des
Fahrers ist zwingend erforderlich. Die Windschutzscheibe sollte aus
beschichtetem Glas, welches keine Sprünge haben darf oder aus
einer mindestens
4 mm dickem Plexiglas bestehen. Außerdem muss der Wagen dann
mit einem gut funktionierenden
Scheibenwischer-System ausgestattet sein. Alternativ dazu kann auch ein
Maschendraht mit einer 5 mm dicken Matrize benutzt werden, die
über das ganze
Fenster ausreichen muss. Das ganze muss mit zwei Metallclips auf jeder
Seite
und einer oben und unten in der Mitte der Scheibe befestigt werden.
(Der Fahrer
muss freie Sicht haben.) Original Glas aus Seiten und der Heckscheibe
Fenstern
muss entfernt werden. Unabhängig welches Scheibensystem
vorhanden ist, besteht
bei jedem Rennen absolute Helmpflicht. Sollte eine Scheibe
während der
Rennveranstaltung ersetzt werden, so ist das Fahrzeug danach genau zu
überprüfen.
53.
Ein kompletter 4
Punkt-Haltegurt muss eingebaut werden, der die beide Schultern, sowie
den
Schoss zurück hält. Normale Anschnallsysteme, wie in
normalen Autos vorhanden,
sind verboten. Alle Gurte müssen zugelassen sein und
dürfen nicht umgeändert
werden (keine Eigenbau-Geschirre). Gurte müssen korrekt hinter
dem Fahrer
sicher befestigt sein, an mindestens 3 Sicherheitspunkten.
54.
Die beide vorderen Türen
müssen zum Öffnen bleiben, egal wie, aber die
normalen Türschlösser müssen
durch zusätzliche Befestigungen ergänzt werden. Die
hinteren Türen müssen
absolut abgesichert sein, egal ob durch Verriegeln,
Verschweißen oder Clips.
Auch Motorhaube und Kofferraumklappe müssen mit
zusätzlichen Halterungen
ausgerüstet sein.
55.
Bremsen und Lenkung müssen
absolut intakt sein (inklusive Handbremse). Jedes Fahrzeug das
irgendeine Art
von Ballast benutzt, muss sicherstellen, das dieser
ordnungsgemäß gesichert
ist. Außenverkleidungen müssen gesichert sein und
dürfen nicht scharfkantig
sein oder abstehen.
56.
Die Auspuffanlage muss den
Motorraum verlassen und mindestens einen Schalldämpfer haben.
Sollte der
Auspuff absichtlich in die Fahrerkabine eintreten muss er
geschützt/abgedeckt
werden, damit der Fahrer damit nicht in Kontakt kommen kann. Das
Fahrzeug darf nicht
lauter als 98 db sein von einem meter abstand vom Auspuff.
57.
Batterien müssen zweimal
befestigt sein. Sollte diese sich in der Fahrerkabine befinden, muss
sie durch
ein abgedichtetes Gehäuse gesichert sein.
58.
Original Kraftstofftanks
dürfen benutzt werden wenn die Tankanzeige noch
funktionstüchtig ist. Ein
kleinerer Tank (maximal 10 Liter) darf im Heck des Fahrzeuges eingebaut
werden,
wenn er sicher befestigt ist und sich außerhalb der
Reichweite des Fahrers,
sowie in sicherem Abstand zur Außenhülle des
Fahrzeuges, befindet. Des Weiteren
muss eine Entlüftung außerhalb des Fahrzeuges
vorhanden sein. Zwischen dem Tank
und dem Fahrer muss sich eine Spritzwand aus Metall befinden die sich
über die
komplette breite des Fahrzeuges erstreckt und mindestens 30 cm
höher als der
Tank ist oder der Tank muss durch eine komplette Haube abgedeckt
werden.
Benzinleitungen die sich im Fahrzeuginnenraum befinden müssen
gut gesichert
sein und dürfen nicht an der Karosserie reiben.
59.
Kühler dürfen in die
Fahrerkabine eingebaut werden, wenn der Fahrer durch eine Trennwand
geschützt
wird, für den Fall das der Kühler platzt. Alle
Schläuche und Leitungen die
durch die Kabine laufen müssen aus Metall und mit roter Farbe
gekennzeichnet
sein.
60.
Feuerlöscher müssen,
für
Fahrer und Streckenposten greifbar, eingebaut sein. Diese
müssen mit einem
Schnellentriegelungsgriff befestigt sein und nicht mit Klebeband, oder
ähnlichem.
61.
Im Fahrzeug muss
mindestens ein Außenspiegel und ein Innenspiegel eingebaut
sein. Diese Spiegel
müssen eine Mindestgröße von 10 x 5 cm
haben.
62.
Jeder Wagen muss über
einen gut gekennzeichneten Abschlepphaken verfügen.
63.
Zündschlösser
dürfen
beibehalten werden, das Lenkradschloss muss jedoch entfernt werden. Ein
klar
mit EIN/ AUS gekennzeichneter Stromhauptschalter/Notausschalter, der
für Fahrer
und Streckenposten klar zu sehen und gut erreichbar ist, muss
außerhalb
des Fahrzeuges eingebaut werden.
64.
Der Notausschalter muss
alle elektrischen Aggregate sofort ausschalten,
einschließlich elektrischer
Benzinpumpen.
65.
Das Auto muss zwei rote
Lampen im Heck eingebaut haben. Eine als Bremsleuchte, die andere als
Schlechtwetterlampe. Der Streckenchef entscheidet, ob die
Schlechtwetterlampe
eingeschaltet werden muss.
66.
Falls Zweifel bestehen
über Konstruktion oder Regeln, sollte man sich schriftlich an
den OIC (1.
Vorsitzenden) des Gütersloher Rally Cross Club wenden. Sollten
Zweifel am Tag
des Rennens bestehen, so liegt die endgültige Entscheidung
darüber beim
Chef-Wagenprüfer.
67.
Sollte bei einem Fahrzeug
der Verdacht bestehen, dass der Motor verändert worden ist,
wird dieses
unverzüglich zu einer anerkannten Werkstatt gebracht und dort
auf einem
Rollenprüfstand überprüft. Die Kosten
hierfür übernimmt der Club für den Fall
das der Verdacht unbegründet war. Sollte der Verdacht sich
aber bestätigen
trägt der Fahrer diese Kosten. Sollte sich das Clubmitglied
weigern, sein
Fahrzeug testen zu lassen, so wird er für dieses und alle
zukünftigen Rennen
ausgeschlossen.
Schlusswort
68.
Innerhalb dieser Regeln
hat der Club versucht alle Aspekte im Bezug auf die Konstruktion der
Fahrzeuge,
die Regeln für die Abläufe der Rennen und die Club
Organisation mit einzubeziehen.
Sollte aber ein Mitglied den Wunsch haben weitere Punkte mit
einzubringen oder
einen bestehenden Punkt zu ändern, so kann sich diese Mitglied
jederzeit an den
OIC (1. Vorsitzenden) oder die Komiteemitglieder werden.
R. Baker
Major
OIC
Gütersloh
Rally Cross Club
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